Mein Weg zum ersten Studiengang und wie du aus meinem Fehler lernen kannst.

Du gehst zur Schule und belegst 1 bis 2 Praktika. Du gehst zu zahlreichen Job Messen und spätestens ein Jahr vor Beendigung der Schule fragen dich zahlreiche Menschen, was du nach der Schule machen möchtest. Zwei mögliche Antworten:

 

  • Die Angebote während meiner Schulzeit haben mir unheimlich dabei geholfen, meinen Weg zu finden. Ich weiß genau, wo ich in 10 Jahren sein möchte und was mein Traumberuf ist! (Wunschvorstellung)

 

  • Praktika, Messen alles schön und gut. Das sagt mir aber immer noch nicht, welcher Beruf der richtige für mich ist. Arzt? Polizist? Ingenieur? Es wurden nur die Berufe vorgestellt die ich ja schon kenne. Und woher soll ich überhaupt wissen, ob ich Arzt oder Anwalt werden möchte? (99% der Schüler)

 

Dann steht man also kurz davor die Schule zu beenden und hat keinen Plan was danach kommen soll. Drei Optionen stehen dabei zur Auswahl:

 

Studienplatz

Ausbildungsstelle

FSJ/ BFD/ WorkTravel, …

 

Wie ich mich für meinen Studiengang entschieden habe:

Okay, ich kann Mathe, Bio und Sport. Also Arzt, Ingenieur oder Sportwissenschaftler.

  • Ingenieur? Nee, da hat man ja gar nichts mehr mit Bio oder Sport zu tun
  • Sportwissenschaftler? Eigentlich ganz cool, aber es wird gesagt, dass man da kein Geld verdienen kann
  • Arzt? Die ersten 17 Jahre meines Lebens: Jaa unbedingt! Zwei Monate vor der Bewerbung/ nach einem 3-wöchigen Praktikum: Oh nein! Niemals! Schichtdienst ist gar nichts für mich!

Außerdem kann ich ja Mathe, wäre ja Verschwendung, wenn ich das einfach so wegschmeißen würde.

Doof gelaufen. Mein damaliger Kinderwunsch hat sich somit auch in Luft aufgelöst. Also ging die große Studiengangsuche los. Ich hatte ein super Abi, deswegen war in meinem Kopf irgendwie verankert, dass eine Ausbildung nicht in Frage kommt (wäre ja verschwendetes Potenzial).

Nach langem hin und her, bin ich auf den Studiengang Biotechnologie gestoßen. Von dem hatte ich sogar schon vieles gutes von einer Bekannten gehört. Außerdem soll er Mathe und Bio vereinen! Besser kann es ja nicht sein! Sport kann ich immer noch als Hobby betreiben.

Also direkt eingeschrieben und angefangen zu studieren.

Nach 2 vollständigen Semestern und einem Auslandssemester habe ich nun auch festgestellt, dass ich mit dem Studiengang in eine komplett andere Richtung fahre, als ich es will.

 

Kleine Analyse wie ich bei der Suche vorgegangen bin:

  1. Welche Schulfächer kann ich gut? Welche machen mir Spaß?
  2. Welcher Studiengang vereint diese Fächer?

 

Problem, wenn man Schulfächer zur Fähigkeit/ Interessenanalyse heranzieht, Bsp. Mathe:

Für Biotechnologie habe ich mich unter anderem entschieden, weil ich Mathe konnte und auch in gewissen Maßen mochte. Das Problem dabei: Ich habe Mathe nicht gemocht, weil ich Zahlen und Rechnen so geil finde, sondern einfach, weil ich zielstrebig bin und von der ersten Klasse an Glück mit meinen Mathelehrern hatte. So war ich immer auf dem aktuellen Lehrstand und hatte nie Probleme mitzuhalten. Ich lerne gerne, wenn ich es nur einmal tun muss.

Was ich damit meine: Ich hasse Sprachen. Du lernst tagelang Vokabeln um sie nach einer Woche nur wieder zu vergessen. Bei Mathe: du lernst einen Tag bis du es verstehst, schreibst dir den Lösungsweg auf und fertig. Mit einer kleinen Gedankenstütze kannst du das Thema dann erstmal für eine längere Zeit. Kein mühsames, ständiges Wiederholen. Also entspricht Mathe nicht meinem Interesse oder meinen Fähigkeiten, die guten Noten waren nur das Produkt aus meinen analytischen Fähigkeiten und meiner Zielstrebigkeit. Aber Interesse daran was Mathe eigentlich bedeutet? Warum es i, i2 und e gibt? Danke nein!

So hat mich ein Teil meiner guten Noten auf Irrwege meiner Interessen geführt.

Auf falschen Gedanken basierend, habe ich mich dann für den Studiengang entschieden.

Also mein Tipp an dich: Mache nicht den gleichen Fehler wie ich: wähle deinen Studiengang nicht basierend auf Schulnoten. Es kann gut gehen, muss aber nicht.

Problemlösung nach Marc:

Auf dem Seminar habe ich nun eine Möglichkeit gefunden, wie man nicht in diese Falle tippt.

Das Prinzip dabei:

Überlege dir, was du in 10 Jahren erreicht haben möchtest. Und gehe dabei folgende drei Schritte durch:

    • Dir muss oder soll kein direkter Beruf vorschweben, sondern mit welchen Themen/ Interessen du dich beschäftigen möchtest. International oder National? Ich welchem Raum? Führungsebene? Welche Art von Unternehmen?
    • Was? (Fähigkeiten)
    • Wo? (Ort, Region, Kollegen, Kunden, Themen)

Du hast eine feste Vorstellung davon, wo du einmal stehen möchtest? Prima! Dann plane in 2 Jahresabschnitten rückwärts, was du tun musst, um das zu erreichen, was deinem zukünftigen Ich vorschwebt.


Und das ist der Moment, wo du dir vielleicht denkst: „nur wieder ein Artikel der viel verspricht, mir aber am Ende nicht weiterhilft. Genau das ist ja das Problem, wenn ich wüsste, wo ich in 10 Jahren sein will, wäre das mit dem Ausbildungsweg ja gar keine große Sache“

Und genau hier sind wir an dem Punkt angelangt, wo ich dir helfen möchte, deine Fähigkeiten und Interessen zu bestimmen.

Die Schule zeigt dir zwar Möglichkeiten wo man irgendwann mal arbeiten kann, aber ich gehe einen Schritt zurück und gebe dir Tipps, wie du dich selber erstmal finden kannst und darauf basierend, deine Zukunft planst.

 

In dem nächsten Beitrag erfährst du, wie du deine Interessen und Fähigkeiten bestimmen kannst.

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