Strukturiertes Einkaufen und Resteverwertung trotz Zeitdruck.

Keine Zeit um deinen Einkauf zu planen?
Du weißt nicht, was du mit deinen übergebliebenen Lebensmittel anstellen sollst?
Hier erfährst du Lösungen 🙂

Bei meinen Freunden höre Ich immer wieder heraus, dass sie keine Zeit oder Lust haben sich einen Einkaufszettel zu schreiben. Wenn der Kühlschrank dann mal wieder leer ist, geht’s ohne Plan in den Supermarkt und es wird wahllos nach Lebensmitteln gegriffen. Zu Hause angekommen wird ein Teil verwertet. Gerade aber Gemüse wird oft schnell weggeschmissen, weil es entweder zu viel ist oder man nicht dran gedacht hat, dass man gar keine Zeit hat, es rechtzeitig zu verwerten. Das ist einerseits nicht der beste Weg für die Umwelt, tut deinem Kontostand aber auch nicht gut.

Wie umgehe ich diesen Konflikt?

Dazu möchte ich euch einfach einen kleinen Einblick geben, wie ich meine Einkäufe und Mahlzeiten gestalte.

Die Lebensmittel, die ich einkaufe, kann man in zwei Kategorien einteilen:

  • Grundlegende Dinge, die nie im Kühlschrank fehlen dürfen.
  • Variable Zutaten, die ich abhängig von meinem Kontostand einkaufe.

Wenn es bei mir wieder Zeit wird, etwas einkaufen zu gehen, gehe ich folgende Schritte durch.

Schritt Nummer 1: Was fehlt mir an den grundlegenden Dingen die ich jeden Tag oder jeden Zweiten esse und die auch schnell verbraucht werden?

Dazu gehören folgende Lebensmittel:

  • Eier
  • Quark, Joghurt
  • Früchte (Apfel, Banane, Kiwi)
  • Gemüse (Tomaten, Gurke, Zucchini, Brokkoli, Rucola

Schritt Nummer 2: Was fehlt mir an grundlegenden Sättigungsbeilagen (können länger gelagert werden)?

Dazu gehören:

  • Süßkartoffeln
  • Reis
  • Linsen
  • Kichererbsen
  • Müsli
  • Brot

Schritt Nummer 3: Was fehlt an Lebensmitteln, die alle Mahlzeiten leckerer gestalten?

Dazu gehören:

  • Feta
  • Zitronensaft
  • Gewürze
  • Kräuter

Dinge die ich immer zu Hause habe

  • Tee
  • Mehl
  • Zucker
  • Salz
  • Zwiebeln
  • Knoblauch
  • Gewürze
  • Tiefkühlkräuter

Das sind die Lebensmittel, aus denen mein Grundbestand besteht. Wenn ich mal etwas bestimmtes Kochen möchte, schreibe ich mir vorher das Rezept auf und gehe daraufhin einkaufen.

Bei Lidl, steuere ich zuerst in die Frische Abteilung. Dort wähle ich immer aus folgenden Gruppen:

  • Zucchini, Aubergine, Paprika, Spargel
  • Rucola, Baby Spinat, Blattsalat, Feldsalat
  • Radieschen, Gurke, Tomaten, Möhren
  • Frühlingszwiebeln
  • Avocado

 

  • Apfel, Birne
  • Banane
  • Kiwi, Melone

einkauf

Danach hole ich Eier.

Weiter geht’s zur Käse und Milchabteilung.

  • Frischkäse, Ziegenkäse, Feta
  • Quark, Skyr, Joghurt

einkauf2.jpg

Nun geht’s zu den Tiefkühltruhen.

  • Brokkoli, grüne Bohnen, Spinat, Kaisergemüse
  • Fisch

Das ist meine Standardrunde. Wenn mir dann Lebensmittel fehlen, die sich lange halten (Nüsse, Brot, Linsen, Oliven, etc), gehe ich eine zweite Runde.

Welche Gemüse oder Obstsorten ich genau einkaufe, entscheide ich spontan nach Preis, Geschmack und Kontostand.

Du wirst höchstwahrscheinlich andere Lebensmittel einkaufen als ich. Überlege dir einfach, welche Lebensmittel du sehr häufig verwertest und deswegen immer zu Hause haben willst.

Entscheide dich in der Frischeabteilung für ein oder mehrere Gemüsesorten und Fruchtsorten.

Überlege dann, welche Sättigungsbeilage dazu gegessen werden soll (Kartoffeln, Nudeln, Reis, etc).

Isst du Aufschnitt oder Käse mit Brot?

Milch, Quark oder Joghurt zum Frühstück?

Und fertig ist der Einkauf.

einkauf6.jpg

Wie ich übergebliebenes Gemüse und Obst verwerte.

  • Du kannst aus allem ein Omlett machen
  • Suppe (Gemüse mit Zwiebeln, Gemüsebrühe und Gewürzen nach Geschmack pürieren)
  • Quiche (Im Prinzip wie ein Omelett, nur mit Teigboden)
  • Gemüsepfanne (Einfach alles kleinschneiden und zusammen anbraten)
  • Früchte zu Smoothies verarbieten oder Apfelkompott (Apfel plus Zucker verkochen lassen) etc.

Das sind momentan meine Standardgerichte. Sie sind einfach zu kochen, schnell zubereitet und gesund, ohne weiterverarbeitete Lebensmittel.

Weitere Tipps

  • Versuche eine Routine in deinen Einkauf zu bekommen, so sparst du viel Zeit.
  • Einkaufstasche vergessen? Bei den Discountern kannst du dir einfach einen leeren Karton suchen. Die von den Milchtüten haben für mich eine optimale Größe.
  • Wenn du an der Kasse stehst, lege zuerst quadratische und stabile Lebensmittel aufs Kassenband. Dinge die leicht Druckstellen bekommen, ganz zum Schluss. So kannst du sie direkt, ohne bedenken in deine Einkaufstasche packen.
  • Gesund einkaufen? Versuche so einzukaufen, dass der Großteil deiner Lebensmittel keine Zutatenliste hat (Gemüse, Obst, naturbelassene Nüsse, Kartoffeln, Quark, …).
    • Weiterer Vorteil: Die meisten Lebensmittel müssen dann an der Kasse gewogen werden, wodurch du Zeit zum Einpacken hast 😉

Woran erkenne ich reifes Obst?

Schnell kann es passieren, dass man wahllos nach Obst greift und zu Hause feststellt, dass die Melone nach nichts schmeckt oder die Ananas noch sauer ist.

Um das zu vermeiden, kannst du folgende Tricks beherzigen.

Bei Früchten, die zu Hause nachreifen, musst du weniger Angst haben. Jedoch muss jede Frucht einen gewissen Reifegrad überschritten haben, damit sie noch nachreifen kann.

Früchte die zu Hause nachreifen:

  • Banane
  • Apfel
  • Birne
  • Avocado
  • Ananas
  • Pfirsich
  • Nektarine
  • Mango
  • Papaya
  • Kiwi
  • Pflaumen
  • Honigmelone, Cantaloupe Melone (Nur zum Teil)

 

Bei den folgenden Früchten, solltest du sehr aufpassen, dass du zu den richtigen greifst, da ihr Reifegrad beim Pflücken bestimmt wird:

  • Beeren (Erdbeeren, Brombeeren, Himbeeren, Blaubeeren, …)
  • Kirschen
  • Litschi
  • Physalis
  • Weintrauben
  • Zitrusfrüchte
  • Wassermelone

Wie erkennst du reife Früchte?

  • generell gilt: Je aromatischer die Frucht riecht, desto reifer ist sie.
  • Cantaloupe oder Honigmelonen solltest du nur kaufen, wenn sie wirklich süß riechen.
  • Wassermelone: klopfe mehrmals dagegen und vergleiche Mehrere. Welche hört sich am hohlsten an? Diese wird wahrscheinlich am besten schmecken! Ist der Strung noch grün? Lieber Finger weg, dann ist sie noch nicht reif und wird es auch nicht.
  • Beeren: satte Farben und süßer Geruch. Aber Vorsicht! Erdbeeren aus dem Supermarkt sind meistens völlig überzüchtet. Sie sehen schön rot aus, schmecken aber trotzdem nach nichts. Ich gönne mir dann lieber Erdbeeren aus einem Hofladen. Bei denen darfst du einmal probieren und sicherstellen, dass sich der Einkauf auch lohnt. Außerdem sind sie meistens ungespritzt. Durch waschen, werden Beeren nur matschig.
  • Weintrauben: probiere einfach eine Traube, wenn keiner guckt 😉
  • Zitrusfrüchte: Reife Orangen, Grapefruits und Mandarinen riechen lecker und die Schale ist nicht mehr allzu hart. Bei Mandarinen aber Vorsicht: Eine weiche Schale ist auch oft ein Zeichen dafür, dass sie ausgetrocknet sind.
  • Ananas: Diese reifen zwar zu Hause nach, aber um sie direkt essen zu können kannst du folgende Dinge beherzigen:
    • Möglichst Gelbe Farbe
    • Obere Blätter lassen sich herausziehen
    • süßlicher Geruch
    • (Wirklich reife leckere Ananas sind gelb, die Blätter fallen von alleine ab und dein komplettes Zimmer riecht nach Ananas. Durfte ich in Indonesien erfahren)
  • Reife Mangos und Avocados können leicht eingedrückt werden. Sie reifen aber auch einfach zu Hause nach.
  • Reifeprozess beschleunigen? Früchte einfach neben Äpfel legen. Diese geben beim reifen Stoffe ab, die umliegende Früchte schneller reifen lassen.

 

Ich hoffe, dass ich dir ein paar Anregungen liefern konnte, wie dein Einkauf zur Routine werden kann. 🙂

4 Kommentare zu „Strukturiertes Einkaufen und Resteverwertung trotz Zeitdruck.

  1. Hallo Nele,
    ich habe übrigens meinen Dauereinkaufszettel im Urlaub tatsächlich optimiert.
    Dafür habe ich ein Quartal lang alles festgehalten was wir eingekauft oder außer Haus verzehrt haben.
    Das habe ich auf unseren 14 Tage Bedarf umgerechnet und daraus den Einkaufszettel erstellt. 1 x wöchentlich kontrolliere ich was alles noch da ist, und erstelle aus den fehlenden Sachen den Grundeinkaufszettel. Dann suche ich mir noch ein leckeres Rezept raus und notiere was uns dafür fehlt. Das ist dann unser Haupteinkauf.
    Zusätzlich gehen wir jetzt nur noch Freitags oder Samstags kurz los, wenn wir überlegen was uns für die Wochenendgestaltung fehlt. Meist frische Zutaten für ein weiteres, leckeres Rezept.
    Ich wünsche dir ein schönes Wochenende
    Wibi

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    1. Huhu, wow da habt ihr euch ja richtig viel Mühe gegeben! Aber das Prinzip dahinter ist ja genau das selbe, welches ich auch anwende 🙂 Ihr habt wahrscheinlich auch gemerkt, dass man dadurch viel stressfreier und einfacher einkaufen gehen kann!
      VG Nele

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  2. Hallo Nele,
    seit einiger Zeit schaff ich es jetzt endlich auch nur noch einmal in der Woche einkaufen zu gehen. Die Zeit, die ich früher für den täglichen EInkauf verwendet habe, ist mir jetzt wirklich zu kostbar geworden. Aktuell schreib ich noch klassisch einen Einkaufszettel. Die Idee einfach die Lebensmittel in grundlegende und variable zu teilen ist super, das werd ich auch bald mal ausprobieren.

    VG Nicole
    von https://halloalltag.com/

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    1. Hallo Nicole,
      Jeden Tag einkaufen gehen verschluckt bestimmt viel Zeit!
      Freut mich, wenn du in Zukunft dadurch deine Zeit für andere Dinge nutzen kannst. 🙂
      LG Nele

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