Alltägliche Stresssituationen und wie du sie mit Sport beeinflusst #02

-Stressabbau durch Sport-

Die Kaffeemaschine im Büro ist kaputt.

Ein Kunde raunt dich an.

Du stehst vor einer Prüfungssituation.

Jemand nimmt dir die Vorfahrt.

Du erreichst bestimmte Vorgaben nicht.

Und? Flaues, unangenehmes Gefühl im Magen?

Bei mir zieht sich alles zusammen, wenn ein Kunde seine miese Laune an mir auslässt.

So hat jeder seine eigenen Stresssituationen im Alltag.


Während sich der eine unter Stress setzt, um die vorgesetzten Ziele zu erreichen, geht der andere die Situation vielleicht ganz entspannt an, nach dem Motto: Dann brauche ich halt zwei Tage länger, juckt am Ende eh keinen.

Die Kaffeemaschine im Büro ist kaputt. Da gibt es den Kollegen, der es als Ohmen für den Montag sieht und dessen Tag damit gelaufen ist und den Anderen der einfach auf den Tee umsteigt.


Fragt man nun den einen Kollegen, was er unter Stress versteht, wird er eine andere Antwort geben, als sein Gegenüber.

Stresssituationen sind extrem subjektiv. Es liegt in unserer Bewertung, welche Gefühle bestimmte Situation in uns auslösen.

Fluch und Segen zugleich

Jeder definiert Stress durch unterschiedliche Situationen. Am Ende lösen aber alle Bewertungen die gleiche Reaktion im Körper aus:

  1. Dein Gehirn bewertet die Situation als Gefahr.
  2. Der Körper wird darauf vorbereitet die Flucht zu ergreifen, oder sich auf einen Kampf einzulassen.
  3. Dies äußert sich u.a. in der Ausschüttung von zahlreichen Stoffen im Körper und der Anspannung der Muskulatur.

Idee der Evolution

  • Du mobilisierst deine letzten Kräfte, um das wilde Tier bekämpfen zu können oder schnell wegzulaufen.
  • Dadurch nutzt dein Körper die bereitgestellten Stoffe und Mechanismen, wodurch Reaktionen eingeleitet werden, die deinen Körper wieder in seinen Ruhezustand/ Gleichgewicht -seine Homöostase- zurückbringen.

Problemchen der heutigen Gesellschaft

  • Du wirst in das Büro deines Chefs gebeten. Statt hinzugehen, sprintest du aus dem Bürogebäude?
  • Nachdem die Kaffeebohnen leer sind, die Kaffeemaschine wortwörtlich bekämpfen?

Eher keine guten Ideen. Damit eine soziale Gesellschaft funktioniert, müssen wir bestimmte Abstriche machen.

Was passiert aber nun mit den ganzen Gefahrenstoffen in unserem Körper?

Sie werden im Körper nur sehr langsam abgebaut. Bei dauerhaften Stress wird das Immunsystem geschwächt. Durch Muskelanspannung tritt Migräne auf. Usw.

Lösungsansätze: Wie uns Sport aus der Misere hilft.

Idee Nummer 1: Stress direkt im Keim ersticken. (Paradedisziplin)

Wie eben bereis dargestellt, fängt Stress in deinem Kopf an. Wir lernen im Laufe unseres Lebens, welche Situationen als gefährlich eingestuft werden sollten. Auf dieser Grundlage findet die Bewertung statt.

Beim lernen festigen sich entsprechende Neuronenverbindungen in unserem Gehirn. Haben wir erst einmal etwas intensiv, über unser ganzes Leben gelernt, ist es verdammt schwer diesen Prozess wieder umzukehren.

Was jedoch nicht bedeutet, dass es unmöglich ist! Es braucht einfach nur viel Geduld und Kontinuität.

Durch das richtige Mindset kannst du trainieren, Situationen aus deinem Alltag positiver zu bewerten.

Du wechselt damit von dem Mindset des einen Kollegen: „Mein ganzer Montag ist gelaufen“ zu dem Mindset des Anderen: „Tee ist auch eine gute Idee“. Dadurch bewertest du Situationen gelassener und die leeren Kaffeebohnen, werden nicht mehr als Gefahr eingestuft.

Buddhas haben es in dieser Disziplin zur Meisterschaft gebracht. Ihr Leben bestimmen sie allein durch die Kraft ihrer Gedanken.

Keine Angst, ich verlange nicht von dir, zum Buddhismus zu konvertieren.

Sport hilft dir dabei, ein richtiges Mindset aufzubauen. Darum wird es später in der Serie -Stressabbau und Erfolg durch Sport- gehen.

Du hast die Möglichkeit dein Mindset so zu verändern, dass du Situationen in Zukunft nicht mehr unterbewusst als Gefahr einstufst. Dadurch entscheidest du selber, welche Situation als stressig empfunden wird.

Idee Nummer 2: Durch Sport die „Flucht“ oder den „Kampf“ in einem Workout ausleben.

Du hast nicht die Möglichkeit bei jeglichen Situationen aus dem Bürogebäude zu fliehen. Aber wie wäre es damit, die Fluchtreaktion einfach auf den Feierabend zu verlegen und eine kleine Runde joggen zu gehen? Dadurch werden Verspannungen gelöst und Stresshormone abgebaut.

Im Vergleich zum richtigen Mindset, ist dies eine Möglichkeit, die Jeder direkt umsetzen kann. Ohne jahrelanges Training.

Idee Nummer 3: Den Körper durch Sport auf zukünftige Stressreaktionen vorbereiten.

Auch Sport führt zu kleinen Stresssituationen in deinem Köper. Jedoch sind sie kontrollierbar. Wir können sie uns zu Nutzen machen, um deinen Körper auf zukünftigen Stress vorzubereiten.

Wird es beim Sport übertrieben hat der Körper keine Zeit die Stresshormone aus einem Workout abzubauen. Übertraining zeichnet sich in den selben Symptome ab, wie bei Depressiven: Mattheit, Erkältungsanfälligkeit, Trägheit, Antriebslosigkeit, Müdigkeit.

 


In den nächsten Beiträgen beschäftigen wir uns damit, welche Reaktionen Stress in unserem Körper auslöst. Hier gehts zum nächsten Beitrag.

 

2 Kommentare zu „Alltägliche Stresssituationen und wie du sie mit Sport beeinflusst #02

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