Positiver und negativer Stress #03

-Stressabbau durch Sport-

In dem letzten Beitrag ging es darum, wo jedem von uns Stress im Alltag begegnet.
Heute werde ich den Unterschied zwischen positiven und negativen Stress darstellen und warum es die langfristigen Stressreaktionen sind, die wir vermeiden sollten.

Damit einmal klargestellt wird, was Ich genau mit Stress meine, muss Ich hier eine kleine Definition einschieben:

                „Allgemein versteht man unter Stress wichtige [Anpassungen] eines Lebewesens auf körperliche, emotionale und soziale Belastungen, [hervorgerufen durch] sogenannte Stressoren. Zu ihnen zählen“(Ruppert, S. 12; 20001) psychische und physische Belastungen. Hitze, Lärm oder Konflikte sind einige Beispiele. Wirkt ein solcher Stressor, reagiert der Körper mit einer Stressreaktion.

Die bereits erwähnte Kaffeemaschine im Büro, der schlechtgelaunte Chef oder das wilde, aggressive Tier gelten als Stressoren, da diese eine Stressreaktion im Körper auslösen. Stressreaktionen sind evolutionär gesehen überlebenswichtig. Du reagierst auf den Stressor „schlechtgelaunter Chef“ sowohl psychisch (Bewertungen), als auch physisch (Anspannung der Muskulatur).


Als Sportler hast du vielleicht schon die Erfahrung gemacht, dass Stress nicht immer nur negative Auswirkungen auf den Körper hat. Läuft man einen 10km Wettkampf ist es durchaus von Vorteil, wenn man ordentlich aufgeregt ist, da du dadurch gefühlt mehr Leistung erbringen kannst. Das ist vor allem im Laiensport von Bedeutung. Im Profisport lernt man seine Energievorräte auch ohne Hilfe von Stress anzapfen zu können.

Stress kann in zwei entscheidende Gruppen unterteilt werden:

  • Positiver Stress – Eustress:
    • Eustress führt allgemein zu einer erhöhten Leistungsbereitschaft. Er wird meistens durch Situationen ausgelöst, auf die man sich freut und deren Herausforderung im Bereich des individuell Möglichen liegen. Adrenalin wird ausgeschüttet und Du nutzt diesen Energieschub, um konzentriert zu Arbeiten und dein Leistungspotenzial vollkommen auszuschöpfen.
  • Negativer Stress – Distress:
    • Distress bezeichnet negativen Stress der meist durch langanhaltende überfordernde Situationen ausgelöst wird. Dabei spielt oft das Hormon Cortisol eine entscheidende Rolle. Er führt auf lange Sicht zu einer Leistungsminderung.

Stress muss also nicht immer direkt verteufelt werden. Er wird erst zu einer ernsthaften Belastung für den Körper, wenn wir dauerhaft Situationen ausgesetzt sind, die uns überfordern.

Stress kann in kurzfristige und langfristige Reaktionen eingeteilt werden:

  • kurzfristige Stressreaktionen:
    • bewirken im Körper eine temporäre Leistungssteigerung, die durch Adrenalin und Noradrenalin ausgelöst wird. Energie wird über den normalen Bedarf hinaus bereitgestellt. Bestimmte Körperfunktionen wie Magen-/ Darmtätigkeiten werden eingeschränkt.
  • langfristige Stressreaktionen:
    • wirken als Gegenregulation zu den kurzfristigen Reaktionen. Sie bewahren dadurch den Körper davor, dass er sich bis zum Tode erschöpft. Die Bereitstellung von Energie wird eingeschränkt. Die Aktivität des  Immunsystems wird heruntergefahren.

Demnach sind es also die langfristigen Stressreaktionen, die man meiden sollte. Sie sind es, die deine Krankheitsanfälligkeit steigern und Müdigkeit hervorrufen.


In dem nächsten Artikel erfährst Du, was genau bei einer kurzzeitigen Stresssituation während eines Halbmarathons in deinem Körper passiert.

Quellen: 1 Ruppert: “Herausforderung Stress”. Hannover; 2000 in Unterricht Biologie – Herausforderung Stress; Friedrich Verlag

2 Kommentare zu „Positiver und negativer Stress #03

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s