Busgedanken: Podcast Empfehlung. Was ist Erfolg. Mein weiterer Weg.

-Busgedanken-

Wartezeiten sinnvoll nutzen.

Wenn Ich mit dem Bus in die Heimat fahre, bin Ich meistens zwischen 6 und 8 Stunden unterwegs. Viel Zeit zum Nachdenken. Um die Zeit Sinnvoll zu nutzen, höre Ich währenddessen total gerne Podcast über jegliche Themen. Zurzeit habe Ich folgende Poadcasts abonniert:

  • Smart Entrepreneur Radio mit Matthew Mockridge
  • Die Kunst dein Ding zu machen von Christian Bischoff
  • No Time to Eat von Sarah Tschnerigow
  • Stay hungry. Stay foolish. Mit Robert Heineke
  • Happy, holy & confident. Von Laura Malina Seiler
  • Fitness mit M.A.R.K. von Mark Maslow

Sie liefern mir immer wieder neue Denkansätze und nützliche Informationen über Themen wie Ernährung, Fitness, Entrepreneurship, Persönlichkeitsentwicklung oder Meditation. Das wichtigste jedoch:

Sie helfen mir dabei am Ball zu bleiben, mein Ding durchzuziehen und sich nicht von der Masse mitreißen zu lassen. Jeder Sprecher auf seine Art und Weise.

Mir helfen Podcast unglaublich wieder auf den richtigen Weg zu kommen, wenn mich ein Motivationsloch erwischt. Sie helfen mir dabei, meinen Weg zu finden. Ohne Sie hätte Ich niemals meinen Blog eröffnet und mein Leben umgekrempelt.

Podcast finde Ich einfach unschlagbar, weil Sie meistens nicht länger als 60 Minuten gehen, man Sie sich offline anhören kann und das einfach überall. So kann man Busfahrten und Wartezeiten sinnvoll überbrücken oder das Kochen interessanter gestalten. Im Vergleich zum Buch überzeugen Sie mich, weil man sich dafür nicht extra Zeit nehmen muss.

Es gibt für jedes Thema Podcast. Eine riesige Bandbreite. Es lohnt sich einfach mal reinzuschauen, um den Richtigen für sich zu finden. Von Apple ist das super einfach gemacht. Auf jedem Gerät ist die Podcast App schon vorinstalliert und total übersichtlich. Bei Android heißt die App glaube Podcast addicted. Diese kann man sich im App Store herunterladen.

Mein weiterer Weg.

In Indonesien hat sich meine Lebenseinstellung gefühlt um 180° gedreht und mir wurden ganz andere Dinge wichtig im Leben.

Daher entschloss Ich mich dazu, mein jetziges Studium aufzugeben, um den langen Weg zum Medizinstudium anzutreten. Eigentlich wollte Ich schon als Kind Ärztin werden und habe im Abitur mein Bestes gegeben, um möglichst nahe an den NC heranzukommen. Auch wenn Ich am Ende ein sehr gutes Abi in der Tasche hatte, um direkt angenommen zu werden hat es dann doch nicht gereicht. Der Weg zum Arzt kam mir deshalb zu langwierig vor und Ich dachte, dass es dorthin auch schnellere Wege geben muss. Mittlerweile habe Ich jedoch gemerkt, dass das nicht der Fall ist und ein Medizinstudium das einzig richtige für mich ist. Also habe Ich mich jetzt dazu entschlossen eine Ausbildung im medizinischen Bereich zu machen und mich währenddessen auch im Ausland für ein Medizinstudium ohne NC zu bewerben.

Ich finde es unglaublich interessant, wie unsere Gesellschaft darauf reagiert. Die meisten haben es anfangs positive bewertet: Toll, dass Du deinen Weg gehen willst. Super, dass Du weißt was Du willst. Unglaublich mutig von dir, bewundere Ich! ….

Nachdem ein paar Monate vergangen sind, kamen dann die Zweifel in meiner Umgebung auf: Willst Du das wirklich durchziehen? Das dauert doch viel zu lange. Und wann verdienst Du dann endlich Geld? …

Es ist schwer, dort nicht schwach zu werden und doch den sicheren Weg zu gehen: Das Studium durchzuziehen, um einen Abschluss und einen sauberen Lebenslauf zu haben.

Wie mich Indonesien geprägt hat.

Die Zeit im Ausland hat mich jedoch so sehr geprägt, dass Ich an meinen Zielen festhalte. Heute kam mir dazu eine kleine Erkenntnis während der Busfahrt:

In SüdOstAsien wurde mir klar, was mir im Leben wirklich wichtig ist.

Zu dieser Erkenntnis kam Ich, weil Ich in Indonesien nichts materielles konsumieren konnte. Hätte mir mal jemand vor einem Jahr gesagt, dass es mir fehlen wird Dinge zu kaufen, hätte Ich es mit einem Lächeln abgetan. Als ob Ich mich an materiellen Dingen messe. Ich wurde jedoch eines besseren belehrt:

Die 6 Monate habe Ich aus einem Rucksack gelebt und hatte dadurch nur die nötigsten Dinge dabei. Beim Reisen ist das kein Problem. Wenn man aber studiert und einen geregelten Alltag hat, wären ein paar Abwechslungsreiche Kleidungsstücke gar nicht so schlecht.

Kaufen konnte Ich in Jember aber auch nichts. Die Kleidungsgeschäfte sind dort auf muslimische Frauen ausgerichtet, sodass es vor allem Gewänder und weit geschnittene Klamotten zu kaufen gibt. Auf jeden Fall alles, aber nichts was mir gefallen hätte. In jeder großen Stadt in Indonesien gibt es auch westliche Läden wie H&M, Mango, Zara. Alles was man auch in Deutschland kennt. Ich war jedoch in Jember, in einer „kleinen“ noch sehr traditionellen Stadt.

Den ersten Monat, fand Ich alles noch super spannend und mir hat es nichts ausgemacht, dass es kaum westlichen Einfluss dort gibt. Dann kam jedoch ein kleiner Tiefpunkt, an dem Ich es vermisst habe zu konsumieren. Einfach mal etwas einkaufen zu gehen. Ich war es in Deutschland gewöhnt jeden Monat mal in ein Geschäft zu gehen, um ein bisschen zu stöbern. Einfach mal ein Tshirt kaufen, was einem eben gefällt. Nichts Großartiges. Ich konnte in Jember jedoch keinem Konsum nachgehen und musste den Tiefpunkt einfach durchstehen. Zu dem Tiefpunkt hat nicht nur der fehlende Konsum beigetragen, sondern die ganze Atmosphäre, die einfach komplett im Gegensatz zum Westen bzw Deutschland steht. Dazu haben auch das Verhalten der Menschen und die Struktur der Uni etc. gezählt. Ich habe einfach gewohnte Dinge vermisst.

Diesen Tiefpunkt musste Ich aber durchstehen und diese Erfahrung hat mein Leben um 180° gedreht.

Nach drei Monaten, habe Ich irgendwann gelernt, dass Ich auch ohne diese ganzen Konsumgüter leben kann. Ich brauche keine Kleidung oder materiellen Dinge um glücklich zu sein. Die Leute fanden mich als Person super, obwohl Ich jeden Tag komplett verschwitzt war, meine Haare jeden Tag zu einem Zopf gebunden waren, Ich ungeschminkt war und durch die schlechte Luft unreine Haut bekam. Meine Kleidung war funktionell und nicht wirklich schön. Nach gewisser Zeit waren meine Tshirts ausgebleicht und hatten Deoflecken. Und trotz allem fanden mich die Menschen dort wunderschön. Es verging kein Tag an dem Ich keine Komplimente bekommen habe. (Was vor allem an meiner dort außergewöhnlich hellen Haut und Haaren gelegen hat).

Die Menschen dort haben mir einfach das Gefühl geben, dass Ich als Person vollkommen bin und Ich absolut nichts brauche, um mich irgendwie schöner zu gestalten.

Was mir wichtig im Leben ist.

Kommen wir zurück, was mir nun im Leben wichtig ist:

  • Soziale Kontakte
  • Sport und Ernährung

Soziale Kontakte sind nichts neues, aber warum Ich Sport und Ernährung dort mit hineinbeziehe möchte Ich ein bisschen erläutern:

Während soziale Kontakte meinen psychischen Zustand bestimmen sind es Sport und Ernährung, die meinen physischen Zustand ausmachen. Beide Dinge müssen im Einklang sein, um ein vollkommenes Leben zu führen.

Man kann die beste Zeit mit Freunde und Familie verbringen, wenn man körperlich gesund und fit ist:

Neben Krankheiten möchte Ich noch auf etwas anderes hinaus:

Seitdem Ich in meinem Leben zu 90% auf verarbeitete Produkte verzichte, habe Ich viel mehr Energie für den Tag. Ich brauche keinen Mittagsschlaf mehr und in der Nacht nur 7 Stunden Schlaf, um den ganzen Tag hell wach durchzustehen. Dadurch habe Ich die Möglichkeit, morgens um halb 6 joggen zu gehen, anschließend zu arbeiten, einkaufen zu gehen und den Abend mit Freunden abzuschließen.

Hätte Ich nicht diese Energie, würde Ich nach der Arbeit müde aufs Sofa fallen und meine Freunde vernachlässigen.

Das meine Ich damit, dass man seine sozialen Kontakte nur richtig „nutzen“ kann, wenn man sich durch Ernährung und Sport auch physisch fit hält.


Diese Dinge waren in Deutschland immer selbstverständlich und Ich habe nach anderen Dingen gesucht, mit denen Ich „glücklich“ werden kann: Konsum von Klamotten, Kino und anderen Dingen.

Diese Erkenntnis, dass Ich nichts materielles im Leben brauche, hat sich damit auch auf meinen „Karriereweg“ ausgewirkt:

Was ist Erfolg.

Die meisten Menschen in Deutschland sehen das Leben so an, dass man arbeitet um zu Leben. Man muss möglichst viel Geld verdienen, um sich tolle Dinge zu leisten und um damit glücklich zu werden. Man sollte schnell den richtigen Beruf finden und dort eventuell Karriere machen, um dann irgendwann viel Geld zu verdienen, ein Haus zu bauen und eine Familie gründen. Für viele machen diese Dinge den Erfolg im Leben aus.

Vor meiner Zeit im Ausland habe Ich Erfolg genauso definiert. Ich wollte den schnellsten Ausbildungsweg, um schnell im Arbeitsleben zu stehen und Karriere zu machen. Mittlerweile hat sich jedoch meine Definition von Erfolg verändert:

Ich definiere Erfolg nicht mehr über materielle Dinge im Leben, sondern darüber meinen inneren Frieden zu finden.

„Frieden zu finden mit uns selbst, in unseren Köpfen und unseren Herzen. Darüber, wer wir sind, wer wir sein wollen und was uns glücklich macht.“

Mich macht es glücklich, Menschen zu helfen ihren gesunden Lebensweg zu finden. Mein Ziel im Leben ist es, Menschen auf diesem Weg zu begleiten.

Erfolg ist für mich, seinen Platz in der Welt zu finden und daraufhin zu arbeiten, ohne sich von der Gesellschaft auf dem Weg groß beeinflussen zu lassen.

Ich weiß erst was mich im Leben wirklich glücklich macht, wenn Ich viele verschiede Wege gegangen bin. Wie kann Ich beurteilen, ob der eine Weg der richtige ist, wenn Ich keine anderen kenne?

Mein Handeln im Moment, entspricht nicht den Vorstellungen der Gesellschaft. Es wirkt, als trudele Ich durch mein Leben, ohne Aussicht auf Erfolg. In meinen Augen bin Ich jedoch genau auf dem richtigen Weg. Mein Handeln, ist in meinen Augen vollkommen erfolgsorientiert, weil für mich Erfolg bedeutet, seinen Platz in der Welt zu finden und Ich dafür mehrere Wege ausprobieren muss.

Ich werde erst mit 30 meine Ausbildung zur Ärztin abgeschlossen haben. Ich kann jedoch bereits in diesen 10 Jahren Ausbildung unglaublich vielen Menschen dabei helfen, ihr gesundes Leben zu entdecken. Meine Ziele kann Ich jeden Tag aufs Neue Erreichen. Und genau das macht mich glücklich. Ich mache meine Ausbildung zur Ärztin nicht, um irgendwann viel Geld zu verdienen und einen sicheren Job zu haben. Für mich stellt die Beendigung der Ausbildung nur da, dass Ich dann offiziell Menschen bei ihrer Gesundheit helfen kann. Ich freue mich auf die 10 Jahre, weil Ich jeden Tag neues Wissen erlange und Ich mich als Person kontinuierlich weiterentwickeln kann.

Auch wenn mir jetzt dieser Weg, als der einzig Richtige erscheint, kann es immer sein, dass Ich während der Ausbildung wieder neue Denkansätze bekomme und Ich mich wieder für einen anderen Weg entscheide. Aber das weiß Ich im Moment noch nicht. Um das herauszufinden, muss Ich es einfach ausprobieren. Mittlerweile bin Ich vom Suchen ein bisschen Müde geworden und wünsche mir deswegen, dass es diesmal der endgültige Ausbildungsweg ist. Wenn nicht, wird die Welt aber auch nicht untergehen.


Die „Erkenntnis“ heute im Bus ist, wie die Gesellschaft Erfolg definiert. Ich definiere ihn anders, bin dadurch anders, bin dadurch aber auch jeden Tag glücklich und mich kann nichts davon abbringen. Mein Erfolg ist nur von mir selber anhängig: wie Ich meine Mitmenschen behandle. Ich brauch keine anderen Dinge, um erfolgreich zu sein.

Erfolg ist für mich, meinen Platz in der Welt zu finden.

„Frieden zu finden mit uns selbst, in unseren Köpfen und unseren Herzen. Darüber, wer wir sind, wer wir sein wollen und was uns glücklich macht.“

Vielleicht konnte Ich dir durch meinen Gedankengang neue Ansätze liefern, wie Du die Welt wahrnimmst. Solange mein psychischer und physischer Zustand im Einklang sind, was Ich durch soziale Kontakte, Ernährung und Sport selbst bestimmten kann, bin Ich jeden Tag aufs neue glücklich.

Was ist für dich Erfolg im Leben? Eine Familie gründen? Viel Geld verdienen? Irgendwann viel Reisen können, um die Welt zu entdecken? Oder denkst Du darüber einfach nicht nach und lebst dein Leben?


Mit diesem Beitrag möchte Ich eine neue Serie eröffnen: Busgedanken. Ich lasse dich hier immer wieder an Erkenntnissen in meinem Leben teilhaben.

3 Kommentare zu „Busgedanken: Podcast Empfehlung. Was ist Erfolg. Mein weiterer Weg.

  1. Hallo FitScience,
    Ich finde deine Einstellung und Gedanken zum Thema Erfolg und Glück sehr gut.
    Für mich ist Erfolg nicht klar definiert. Man kann überall erfolgreich sein. Dabei müssen es nicht immer nur die großen Sachen sein, nein, auch kleine Sachen können einem das Gefühl von Zufriedenheit geben. Ich bin glücklich, nette Leute, die mich verstehen und mit denen ich reden kann, um mich zu haben und nicht um mein Leben fürchten zu müssen. Erfolg =Geld? Nein! Bzw. Nicht unbedingt. Ich finde, dass man auch mit sehr wenig glücklich sein kann und ich bin der Meinung, dass Geld sogar in vielen Fällen unglücklich machen kann. Es ist also gar nicht so gut, nur aufs Geld zu achten, weil man dann womöglich soziale Kontakte verliert und die eigentliche Freude am Leben gar nicht genießen kann.
    So viel von mir
    Viele grüße Jona

    Gefällt mir

    1. Hey Jona,
      Vielen Dank, für deine Meinung zu dem Thema!
      Ich glaube, dass man immer den Weg abwägen muss, mit dem man sein Geld verdient. Am besten ist es doch, wenn man mit denen Dingen, die einen glücklich machen, seinen Lebensunterhalt verdient.
      Ich finde es nur so schade, dass für viele Geld ganz oben auf der Prioritätenliste steht und dafür viele Dinge im Leben vernachlässigen, die einen eigentlich glücklich machen. Außerdem stößt es oft auf Unverständnis, wenn man sagt, dass einem sein Job Spaß macht. Ich habe das Gefühl, dass oft gedacht wird, dass Arbeit keinen Spaß machen darf, weil es sonst ja keine Arbeit sei.
      Ein schönes Wochenende!
      Nele

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