Monatsupdate August: Nicht verzweifeln. Zeitmanagement.

-Mein Weg zum Marathon-

In den letzten Beiträgen zu dem Marathonupdate August hast Du erfahren, warum man seinen Körper während einer langen Trainingseinheit mit Flüssigkeit und Nährstoffen versorgen sollte und wie man seine Motivation trainieren kann.
Heute erfährst Du kurz, wie es generell mit meinem Training vorangeht und bekommst dadurch eventuell einen realistischen Einblick, dass es auch bei mir nicht immer rund läuft. Das wichtige Heute: wie Du trotzdem am Ball bleibst.

Ich trainiere jetzt im dritten Monat für den Marathon und durch ein paar zu intensive Trainingseinheiten, habe Ich wieder mit Überlastungssymptomen zu kämpfen. Sonst machten sich Entzündungen an der Schienbeinkante bemerkbar oder Überlastungen auf dem Spann. Nun ist meine Ferse dran. Man muss ja alle potentiellen Läufersyndrome mal durchleben…

Vor kurzem war Ich in Südengland unterwegs und bin dort zweimal etwa 17 km an der Küste gelaufen. Eine schönere Laufstrecke gibt es kaum! Ich bin mit ein paar anderen gelaufen und wie es nun mal so ist, konnte Ich einfach nicht widerstehen, mich an meine vorgegebene Geschwindigkeit zu halten. Am Ende bin Ich nahe Wettkampfgeschwindigkeit gelaufen und habe mir dadurch eine Überreizung der Ferse eingehandelt. Nach einer Woche Schonung, konnte Ich es nicht lassen eine weitere Langstrecke zu laufen. Diesmal jedoch sehr langsam. 17 km mit einer Pace von 7 min/ km. Zurück in Deutschland habe Ich spontan meine Ferse von meinem Arzt/ Arbeitgeber beleuchten lassen und der Ultraschallt zeigt eine deutliche Überreizung des Gewebes. Ich bekomme nun Einlagen, um meinen Hohlfuß auszugleichen. Ich kann nur hoffen, dass sie ihren Beitrag leisten werden.

In der Zwischenzeit muss Ich jedoch mit den Problemen zurechtkommen. Nun stellt sich für mich die Frage, wie Ich mit dem Training weiter verfahren soll. Eine gute Zeit für den Marathon habe Ich auf jeden Fall abgeschrieben. Im Moment habe Ich meine Einheiten auf 3 pro Woche heruntergeschraubt:

Ein kleines Intervalltraining, eine 10 km Runde und eine Langstrecke über 15 km. Dazu gibt es AMRAP und Freeletics Workouts.

Für mich ist es nun wichtig, dass Ich psychisch nicht Dicht mache. Solche Verletzungen sind unglaublich nervig, da sie sich erst beim Training bemerkbar machen. Ich habe den Willen zu trainieren, muss mich aber selber abbremsen, um meinen Körper nicht zu überlasten. Man nimmt sich Ziele vor und dann stellen sich einem solche Dinge in den Weg. Statt zu sagen, dass es alles keinen Zweck mehr hat, passe Ich meine Ziele den gegebenen Situationen an.

Es bringt nichts, an etwas festzuhalten, was man unter gegebenen Umständen nicht erreichen kann.

Mein Ziel von einem Marathon unter 4 h habe Ich daher auf „Hauptsache durchkommen“ angepasst. Dadurch umgehe Ich potentiellem Stress.

Währenddessen habe Ich mir direkt ein neues Ziel gesetzt: den Halbmarathon in Berlin nächstes Frühjahr in einer neuen Bestzeit zu laufen. Um nicht zu verzweifeln, ist es mir wichtig, mir neue Dinge zu einem späteren Zeitpunkt vorzunehmen. Nach dem Marathon im Oktober werde Ich mindestens 2 Monate Laufpause einplanen. Laufpause bedeutet nicht das Laufen komplett zu lassen. Ich werde nur noch ein bis zwei Mal langsam joggen gehen. Der Fokus wird dann auf meiner Kraftausdauer liegen.


Abgesehen von den physiologischen Problemen, ist meine Laufuhr schon wieder kaputt. Ich spiele mit dem Gedanken mir in den nächsten Monaten eine neue von Garmin zu kaufen, statt von Polar. Diesmal mit Pulsmessung direkt am Handgelenk, da mich der Pulsgurt stört.

Meine Ausbildung hat nun angefangen und mit meiner Fernbeziehung nach Berlin kommen weitere Zeitmanagement Probleme auf mich zu. Hier habe Ich ein paar Punkte, welche meinen Tag effektiver gestalten:

  • Am Vorabend to-do Listen für den nächsten Tag erstellen
  • Trainingseinheiten auf kurze, intensive Workouts reduzieren
  • In der Mittagspause trainieren
  • Mealprep
  • Zugfahrten zum Lernen nutzen

Mein Tag startet um 5:30 Uhr und endet gegen 21 Uhr. Durch einen straffen Zeitplan nutze Ich jede Minute effektiv und kann so viele Dinge erledigen. Ich weiß nicht ob es an meiner ausgeglichenen Ernährung und sportlichen Lebensstil liegt, jedoch komme Ich mittlerweile ohne Mittagsschlaf aus. Vor 4 Jahren, war dieser noch fester Bestandteil meines Tagesablaufes.
Neben ausgewogenen Hauptmahlzeiten esse Ich folgende Snacks:

  • Nüsse
  • Früchte (Banane, Apfel)
  • Natur Joghurt
  • Bitter Schokolade
  • Vollkornbrot
  • Grüner Tee

Sie stellen gesunde Alternativen zu Süßigkeiten und Kuchen da. Durch sie fällst Du nicht in ein Müdigkeitsloch und stehst den Tag wach durch.


Das einzige was zu kurz kommt sind leider meine Blogartikel. Ich versuche dort in Zukunft wieder etwas aktiver dran zu arbeiten.

Du hast durch diesen Artikel vielleicht einen Eindruck bekommen, dass auch Ich ein ganz normales Leben führe.

Jeder hat 24 h am Tag Zeit. Es ist deine Entscheidung, wie effektiv Du diese Stunden nutzt.

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